05.12. Quelle: www.bb-live.de

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Spvgg Freudenstadt - VfL Sindelfingen 0:0
David Kocyba rettet die Weihnachtsfeier

Sindelfingens Torwart David Kocyba

Sindelfingens Torwart David Kocyba:
Auf dem Kunstrasen in Freudenstadt die Übersicht behalten und mit glänzenden Paraden das 0:0 gerettet.
Foto: Eibner/Archiv.

Das letzte Spiel des Jahres in der Fußball-Landesliga, Staffel III, wurde für den VfL Sindelfingen zu einer harten Prüfung. Mit dem 0:0 in Freudenstadt konnte Trainer Thomas Dietsche am Ende leben, zumal der Rückstand auf den führenden VfB Bösingen nach dessen 0:3-Pleite auf einen Punkt geschrumpft ist.


Nur noch 14 Spieler standen am Samstag im Kader. Bayrak, Zöller und Durak waren krank, Pretsch, Oklu und Fetahu fehlten wegen Verletzung, Andi Poser saß angeschlagen auf der Bank. Zudem fand das Spiel unter widrigen Bedingungen statt: nur 2,5 Grad, ein böiger, fast stürmischer Wind und ein Kunstrasen aus den 90er Jahren, knüppelhart wie Teppichboden und extrem schwer zu spielen. "Freudenstadt fand sich damit besser zurecht, spielte technisch sehr stark, stand kompakt und erarbeitete sich gute Chancen", räumte Dietsche ein.

Seine Mannschaft hatte zunächst den Wind im Rücken, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. "Jeder Angriffsversuch endete im Aus, da die Bälle nach dem Aufspringen so schnell wurden, dass sie weg waren", so Dietsche. Und mit nachdenklicher Miene: "Wir haben den Fehler gemacht, den Ball immer wieder in den Lauf zu spielen anstatt genau in den Fuß."

Nach 15 ereignislosen Minuten sorgte Matze Zuber mit einem 25-Meter-Schuss für das erste und gleichzeitig letzte Lebenszeichen in der ersten Hälfte. In der 22. Minute nutzte Freudenstadt einen der vielen VfL-Ballverluste im Mittelfeld, doch die Flanke durch den auffälligen Dagistan klärte Florian Baur in letzter Sekunde vor dem einschussbereiten Graf. Dann lief Graf nach feinem Zuspiel von Dagistan durch die aufgerückte Viererkette allein auf VfL-Keeper David Kocyba zu, der aber genauso Sieger blieb wie wenig später bei einem Kopfball von Finkbeiner (37.). "Fehler im Spielaufbau beschworen immer wieder gefährliche Situationen vor unserem Tor herauf", bemängelte der VfL-Trainer. So wie kurz vor der Halbzeit, als wieder Graf allein vor Kocyba auftauchte, der aber zur Ecke klärte.

Statt heißen Pausentee gab es eine Standpauke - zu passiv präsentierte sich der Tabellenzweite im Schwarzwald. Schon in der 48. Minute die nächste Gelegenheit: Nach einem Fehler von Soner Özay zog Dagistan ab, doch einmal mehr rettete Kocyba mit einer grandiosen Fußabwehr. Erst nach einer Stunde meldete sich auch der VfL Sindelfingen zurück, vor allem der eingewechselte Mahmut Yorulmaz sorgte für neuen Schwung. Kapitän Daniel Kniesel spitzelte den Ball zu Zuber, der den Torwart umkurvte, aber aus zu spitzem Winkel scheiterte. Bei einem Zuber-Freistoß aus 25 Metern musste dann SpVgg-Torwart Betz erstmals eingreifen (67.), ehe wieder Freudenstadt am Drücker war. Doch Kocyba parierte sicher gegen Mintel und Graf. In der 84. Minute bot sich doch noch die Möglichkeit zum Sindelfinger Siegtor. Aber Zuber legte sich frei vor dem Tor den Ball einen Tick zu weit vor, ehe er im zweiten Versuch den Kasten mit der Hacke nur um Zentimeter verfehlte.

"Ein etwas glücklicher, aber dennoch verdienter Punktgewinn dank einer überragenden Torwartleistung", brachte Thomas Dietsche die 90 Minuten auf den Punkt. Und als die Kunde vom Bösinger 0:3 die Runde machte, war die Weihnachtsfeier im Jugendcafé endgültig gerettet.

VfL Sindelfingen:
Kocyba, Baur, Schuster, Schmidt, Gans, Gonsior (61. Yorulmaz), Glotzmann, Özay, Kniesel, Lubig (73. Öztürk), Zuber.
Schiedsrichter: Vielberth (Reutlingen).
Zuschauer: 70

 

 

 

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